Endlich geht es weiter: Solothurn – Arch

Nach 4 Jahren ohne A-Marsch geht es heute endlich weiter. Zwischenzeitlich viel Beruf, Engagements und Tage mit Snoopy, dem Zwergdackel meines Sohnes Mark, der aber keine 3-6 Stundenwanderungen durchstehen kann und sowieso lieber schnüffelt als wandert. Heute also mal ohne Snoopy unterwegs und ein freier Tag, weil sich meine Gattin mit unserer Schwiegertochter (sie nennt sich Schwierigtorte) ein paar Tag Girls-Auszeit in Basel nimmt.

Mark mit Snoopy in Finnland

Ich marschiere die Strecke in umgekehrter Richtung, also von Grenchen nach Solothurn (über Arch). Zuerst am Flugplatz Grenchen vorbei, wo mir viele Erinnerungen an meine Flugausbildungen aufkommen (Night VFR, Multiengine Piston mit Hugo Dobler, PC12).

Flughafen Grenchen mit der schönen silbernen DC3
Der trockene Sommer hat sichtbare Spuren hinterlassen
Die Römerbrücke in der Grenchner Witi, wobei der Name eher die Kreativität der Grenchner wiedergibt als die Herkunft der Brücke

Die Grenchner Witi ist ein Vogelschutzgebiet von nationaler Bedeutung: Eine grosse Ebene, die sich bis Solothurn entlang der Aare zieht, in der Mitte liegt die Storchenstation Altreu. Das Spätsommerwetter ist zum Wandern ideal, aber nur mit Sonnenschutzfaktor 50.

Viel Natur findet sich in der Witi nicht, aber die knorrige grosse Eiche blieb erhalten
Fast ein Bisschen Camargue-Atmosphäre
Die Storchenstation Altreu, wo während Jahrzehnten die einzigen verbliebenen Störche der Schweiz brüteten (DDT bedingt). Heute ist der Storch zum Glück wieder heimisch geworden.

Altreu mit seiner hübschen Aareschlaufe liegt direkt in der Verlängerung der Piste 06 des Flughafens Grenchen, wobei alle VFR Flieger um Altreu einen Bogen zu fliegen haben, der Überflug ist verboten. Das erinnert mich an meinen IFR Einflug aus Deutschland mit meinem PC12 Fluglehrer aus Marl, der sehr überrascht war, als ich beim Anflug im sinkflug dem Tower meldete „cancel IFR, Runway in sight“, dann eine scharfe Kurve nach links, um -altreuherum, dann nach rechts und wieder links in den Short Final der Piste 24 flog. Ich erklärte ihm den „storchigen“ Grund dann am Boden.

Es zieht sich 3.5 Stunden
Selzach: Im Gebäude der Firma OSTEO (mit den roten Rolläden) war meine erste Arbeitsstelle nach der Dissertation. Steile Karriere und ein Chef mit der Intelligenz eines gebrauchten Besenstiels. Ich blieb dort 2.5 Jahre.
Hübscher Weg entlang der ruhig fliessenden Aare

Eine etwas monotone aber erholsame Episode auf meinem A-Marsch. Weiter geht es dann ab Arch nach Ammerschwil bei Lyss.

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