Wangen an der Aare (hat eigentlich auch ziemlich viele A drin. erweckt in mir viele Gefühle. Mit meiner Schwiegermutter erklomm man früher die Autobahn, um auf den Markt von Solothurn zu gelangen (Dazu morgen mehr). Dann verdiente ich dort als Kompaniekommandant mit meinem Freund Hampi von Flüe ab, 19 Wochen mit einem guten Instruktor und einem A…. von Schulkommandanten (darum passt der Titel A-Marsch hier besonders gut). Wangen a.A. ist ein hübsches Städtchen im kulturellen Niemandsland zwischen dem Oberaargau (notabene Kanton Bern) und Solothurn. Man fühlt sich weder Herzogenbuchsee, noch Langenthal oder Solothurn verbunden, aber gehört trotzdem irgendwie überall dazu. Das bildet einen eigenständigen Charakter, der allerdings von niemandem wahrgenommen wird, aber was tut’s. Wangen ist aber militärisch irgendwie ein Zentrum der Schweiz, zumindest für Militärdienstpflichtige. Die Motorfahrer Rekrutenschule und die Rettungstruppen sind dort mit eigenen Kasernen angesiedelt, also so bedeutsam wie Bure (Panzer), Bière (Panzer und Panzerabwehr, also gemeint ist nicht das Getränk), Drognens (Radfahrer-Infanterie aber mit gelben Patten), Herisau (Infanterie), Frauenfeld (Artillerie), Sion (Artillerie) und Isone (Grenadiere). Natürlich machte ich eine kurze Inspektion im Wachtlokal der Verkehrs- und Transportkompanie (sehr ordentlich) und bei den Rettungstruppen (zu meinem Erstaunen auch sehr ordentlich). Was mir auffiel: auf dem Platz des täglichen Antrittsverlesens waren fest verschraubte Schnüre auf dem Platz im Abstand von 50 cm, was den Soldaten natürlich hilft, sich gerade auszurichten. Der arme Feldweibel hat nun morgens gar nichts mehr zu tun :).


