Von Aarwangen nach Berken (auf dem weg zum nächsten A wie Attiswil

Endlich am 11. März 2022 konnten ich meinen A-Marsch fortsetzen. Gewissermassen in meiner Herkunftslandschaft, dem Oberaargau. In Aarwangen schloss ich an die Strecke Adligenswil – Aarwangen an (man darf ja keine Lücken haben). Aarwangen war mal ein selbstbewusster Ort mit Schloss (heute Bezirksgericht) an der Aare. Heute ein netter Vorort von Langenthal mit beschaulichen gefühlten 180 Nebeltagen im Jahr.
In meiner Sekundarschulzeit hatte ich dort mal eine gefühlte Freundin. Sie wusste nur nichts davon, aber ich himmelte sie mindestens zwei Tage an. Das ist lange für einen Heranwachsenden mitten in der Pubertät. Nun – der Weg führte mich drei Stunden nach Berken und auf der anderen Aareseite zurück. Man fühlt sich dort fast wie in Finnland. Ruhe, Wasser und knorrige Leute, also Oberaargauer. Ich begegnete Hund mit Mann, zwei Hunden mit zwei Frauen und weit herum hörbar waren die gutturalen Laute der Eingeborenen am Handy zu hören. „Äua, joo, iu, ächt (das ist oberaargauisches Neudeutsch), bisch zlang umeghanget, nei ou, joo, joo, hoi. Für einen Germanen tönt das wie Hang Chinesisch, aber es ist ein urtümlicher Schweizer Dialekt, den ich als ebenfalls Eingeborener verstehe. „Heimelig“, wie wir Schweizer sagen.

Fast wie in Finnland
Alte Turbine am Kraftwerk Berken, leider kein Verstellpropeller

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